KirchenVolksBewegung Wir sind Kirche - Sonntagsbriefe

5. Sonntag der Osterzeit,1. /3.Mai 2026

Tag der Arbeit

„Seid nicht aufgewühlt und erschrocken! Glaubt an Gott und glaubt an mich. Im Haus Gottes, meiner Heimat, sind viele Wohnungen. Hätte ich euch sonst gesagt: Ich gehe, um für euch einen Platz vorzubereiten? Und wenn ich gegangen bin und euch einen Platz bereitet habe, dann komme ich wieder und nehme euch zu mir, damit auch ihr da seid, wo ich bin. Und wohin ich gehe – ihr kennt den Weg.“ Thomas sagte zu ihm: „Rabbi, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie können wir den Weg kennen?“ Jesus sagte zu ihm: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Nur durch mich gelangt ihr zu Gott, der Quelle allen Lebens.“

 Joh 14,1-6 Bibel in gerechter Sprache

Tag der Arbeit

1889 nahm die Arbeiterbewegung in Paris ihren Anfang. Wie nämlich das Kapital sich damals international vernetzte, so wollte sich auch die Arbeiterbewegung international vernetzen. Diese Arbeiterbewegung ging einher mit der Übersetzung von dem Jesus-Zitat „Der Sabbat ist für den Menschen da und nicht der Mensch für den Sabbat.“ (Mk 2,27) in „Die Arbeit ist für den Menschen da und nicht der Mensch für die Arbeit.“ Ein Dreieck von 8 Stunden Arbeit, 8 Stunden Freizeit und 8 Stunden Ruhe wurde von der Arbeiterbewegung gefordert.

Und doch: Das gefühlte Image von Arbeit hat vor allem den Ruf, anstrengend zu sein. Woher kommt das? Ackern nennen wir das Arbeiten auch. Ackern!,was für ein Wort. Das hat so gar keine Anziehungskraft, da will man nicht hin, da will man weg, weit weg!

Der Ackerbau hat riesige Vorteile gebracht. Eine Gesellschaft wurde möglich, in der sich Menschen spezialisieren konnten. Es mussten nicht mehr alle Menschen ihre Energie in die Beschaffung von Nahrung stecken. Welches andere Lebewesen kann in einen Laden gehen und seine Lebensmittel einkaufen und kann seine Zeit mit anderen Dingen füllen, wie z.B. ich gerade mit Schreiben, gerne auch mit Singen und anderen darstellenden Künsten oder in meine Sorge um Senioren.

Dabei vergessen wir all zu leicht, dass wir alle letztlich vom Ackerboden leben. Doch eigentlich will niemand diese so anstrengende Arbeit machen. Wir Menschen haben, seit wir Ackerbau betreiben, diese Arbeit eher gering geachtet. Da haben wir lieber andere arbeiten lassen: wir haben unser Nutzvieh vor unseren Karren und Flug gespannt, ja sogar Sklaven für uns ackern lassen. Wer sich wirklich bücken muss zum Erdboden, wer sich die Hände schmutzig und den Rücken kaputt machen muss, dem schlägt nicht viel Wertschätzung entgegen. Das sind Arbeiten, die keiner machen will und zudem schlecht bezahlt werden.

Der Tag der Arbeit sollte deshalb auch eine Erinnerung daran sein, wie sehr wir die Arbeit zu einem Götzen erhoben haben, den wir gleichzeitig verabscheuen.

Ein weiteres Gedenken am Tag der Arbeit sollte auch darin bestehen, dass wir gerne soviel wie möglich aus dem Ackerboden herausholen ohne viel hinein stecken zu müssen. Ganz entscheidend für den Siegeszug des Ackerbaus war das Weizenkorn. Man konnte es einfach ausstreuen und der Weizen wuchs. Zugleich kann man den Weizen gut lagern. Dieser Effizienzgedanke hat den Menschen so gierig gemacht, dass wir es heute zunehmend mit Leuten, Ackerbauern, zu tun haben, die ihren Ertrag für sich allein haben wollen, für die Teilen und soziale Mitverantwortung wie ein Verlust ihrer Freiheit empfunden wird. Verantwortung für die Gesellschaft wird abgelehnt. Die Gewinne sollen privatisiert werden, die Kosten aber soll die Allgemeinheit tragen.

„Ich habe euch erschaffen, damit ihr Hirten seid und nicht Ackerbauern! Ihr sollt das Leben selbst in meinem Namen auf gute Weide führen!“ spricht GOTT zum Menschen beim Rauswurf aus dem Paradies in der von mir aufgeschriebenen Reise zum Anfang der Schöpfung „Am Anfang war die Einheit!“ im Jahr 2000. Den ganzen Text kann man auf meiner Homepage johannesbrinkmann.de gratis zur Inspiration herunterladen.

 

Ich wünsche einen guten freien Tag zur Befreiung von Knechtung!

Johannes Brinkmann / Essen

-----------------------------------------------------------------------------------

Schau mal wieder ins Net: www.johannesbrinkmann.de

-----------------------------------------------------------------------------------

 

104. Deutscher Katholikentag 2026 „Hab Mut, steh auf!“ 
13.-17. Mai 2026 (Mi-So über Himmelfahrt)

Auch in diesem Jahr sind wir wieder dabei mit unserem Stand.

„Gespräche am Jakobsbrunnen“ auf der Kirchenmeile

Der Jakobsbrunnen ist in biblischer Tradition ein uraltes Symbol für Kommunikation und Quelle des Lebens.
Er war Ort der Begegnung zwischen Jesus und der Samariterin (Joh 4,5-42) – ein erstes „ökumenisches Gespräch“.

Zelt FB-J-21 auf dem Viehmarktparkplatz am Mainufer südlich der Friedensbrücke

Weitere Informationen

Kommen Sie bei uns am Stand vorbei! Das Team freut sich über Ihren Besuch

Sie können unsere Arbeit und unsere Teilnahme auch finanziell mit einer Spende unterstützen. Herzlichen Dank.