Machts die Masse?
Als er nun die vielen Menschen sah, stieg er auf den Berg; und als er sich gesetzt hatte, traten seine Jünger zu ihm.
Und er tat seinen Mund auf und lehrte sie:
Selig die Armen im Geist - ihnen gehört das Himmelreich.
Selig die Trauernden - sie werden getröstet werden.
Selig die Gewaltlosen - sie werden das Land erben.*
Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit - sie werden gesättigt werden.
Selig die Barmherzigen - sie werden Barmherzigkeit erlangen.
Selig, die reinen Herzens sind - sie werden Gott schauen.
Selig, die Frieden stiften - sie werden Söhne und Töchter Gottes genannt werden.
Selig, die verfolgt sind um der Gerechtigkeit willen - ihnen gehört das Himmelreich.
Selig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und euch das Ärgste nachsagen um meinetwillen und dabei lügen.
Freut euch und frohlockt, denn euer Lohn im Himmel ist gross.
Mt 5,1-12a Zürcher Bibel
Machts die Masse?
Sind viele Menschen, ja Volksscharen, nötig?
Jesus spricht, weil Volksscharen kommen, ihm zu lauschen. Hätte er seine darauf folgende berühmte „Bergpredigt“ auch gesprochen, wären da nur eine Handvoll Menschen erschienen?
Volksscharen als Friedensstifter auszusenden, ist sicher stärker, als eine Handvoll Menschen auszusenden, während die Volksscharen gerade abdriften, drohend, dem Sog zum Krieg nachzugeben. Hätte Jesus trotzdem gesprochen?
Die Antwort ist „Ja klar!“, denn genauso war es doch gelaufen: Aus einem Rinnsal wird ein Fluss, aus einem Korn eine Ähre, aus der Ähre viele Körner, und alle werden satt! – Nur, wer denkt noch an den Ursprung, wenn er einen großen Fluss sieht oder einen Berg von Körnern?
Wenn wieder einmal nur wenige versammelt sind, dem Sog des Krieges entgegenzutreten, dann müssen sie um der Gerechtigkeit Willen losgehen, ihre Verantwortung übernehmen, damit sich der Wind wieder zum Frieden dreht, die Versprengten zurück weht im sanfteren Winde! Das wiederum geht nur, wenn der erste Schritt in der Bereitschaft geschieht, den nun entgegentretenden bis hin zum Sturm aufpeitschenden Gegenwinden zu trotzen, trotzdem voranzukommen. Einen Schritt in die Fluten zu tun.
Doch, wenn eine/r auf den andern wartet, statt loszugehen, oh je! Da kann das Himmelreich noch so nahe sein! Deshalb ist Verzagtheit Gift, das Wir, entzündet von Jesus, ist zur Hoffnung verpflichtet!
Alle sind zur Heiligkeit berufen! So übersetze ich Allerheiligen ins Heute.
Alles Liebe in die Runde der hier versammelten Lesenden
Johannes Brinkmann
* Diese Gewaltlosen dürfen nicht blind und naiv sein. Beispiel: wenn die unmenschlich überfallenen Ukrainer die Quellen ihres Unheils, wie z.B. Raffinerien in Putins Russland zerstören, sind sie in ihrer Gewalttätigkeit aus ihrer Notwehr heraus dennoch gewaltlose Täter. Verbrechen gegen die Menschlichkeit sind Verbrechen gegen die Menschheit! Denn ohne die Menschlichkeit sind alle Menschen verloren. Wer Verbrechen gegen die Menschlichkeit verübt, muss so deutlich zurecht gewiesen werden, dass er das ganz klar begreift, ablässt von seinem bösen Tun und zugleich alle Herrschsüchtigen gemahnt sind, auf ähnliche Ideen zu kommen!
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Wir sind Kirche-Online-Andachten interaktiv
Die nächsten Termine, jeweils Dienstag, 19:00 Uhr: 3. November und 1. Dezember 2026
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"Hoffnung und Widerstand." In den schwierigen Zeiten, in denen wir leben, scheint die Hoffnung zu einem prekären Gut geworden zu sein. Ihre Verteidigung fällt keineswegs leicht, denn unumstritten war die Hoffnung nie. Wie lässt sie sich als eine Kategorie des Widerstands retten?
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