Sonntagsbrief zum Christkönigsfest, 21. November 2021 (Kopie)

31. Dezember 2021 von Sigrid Grabmeier

Neujahr - Erfüllen lassen

Aber als die Zeit gekommen war, sandte Gott seinen Sohn.

Er wurde von einer Frau geboren und war dem Gesetz unterstellt. 

Dadurch wollte Gott alle freikaufen, die dem Gesetz unterworfen waren.

Auf diese Weise wollte Gott uns als seine Kinder annehmen.

Weil ihr nun seine Kinder seid, hat Gott den Geist seines Sohnes in unsere Herzen gesandt. 

Der ruft: »Abba, Vater«!

Du bist also kein Sklave mehr, sondern ein mündiges Kind.

Wenn du aber Kind bist, dann bist du auch Erbe. Dazu hat Gott dich bestimmt.

Gal 4,4-7 Basisbibel

 



Der Beginn des Neuen Jahres: den Rückblick haben wir hinter uns. Oder auch nicht, Denn Erinnerungen kennen keine Jahresgrenzen. Sie sind immer da, manchmal verborgen, manchmal ans Licht geholt durch Bilder, Töne, Gerüche, Worte, Gesten. Manchmal rufen sie schöne Gefühle hervor, manchmal traurige, bedrückende, vielleicht rufen sie alte Ängste, alte Wut hervor. Und trotzdem, rückwärts ist nicht alles. Vorwärts auch nicht. Manchmal wäre das hier und jetzt gerade das wichtigste. 

Und jetzt ist gerade Heute. Der Tag an dem wir uns ein gesundes, gesünderes, gutes, besseres, neues, neueres... Jahr wünschen. Wir haben Hoffnungen, Wünsche, Sehnsüchte. Bei Texten wie dem der heutigen zweiten Lesung überlege ich mir, ob Gott auch Wünsche, Hoffnungen, Sehnsüchte hat. Das Bild das Paulus verwendet, das der mündigen Kindschaft, legt dies nahe. Was sind die Erwartungen, die Hoffnungen, die Gott in uns Menschen setzt? 

Treffende Worte hat Charlie Chaplin gefunden, die er dem kleinen jüdischen Friseur in dem Film „Der große Diktator“ in den Mund legte: 

„Jeder Mensch sollte dem anderen helfen, nur so verbessern wir die Welt. Wir sollten am Glück des andern teilhaben und nicht einander verabscheuen. Hass und Verachtung bringen uns niemals näher. Auf dieser Welt ist Patz genug für jeden, und Mutter Erde ist reich genug, um jeden von uns satt zu machen.
Das Leben kann ja so erfreulich und wunderbar sein. Wir müssen es nur wieder zu leben lernen.

Die Habgier hat das Gute im Menschen verschüttet und Missgunst hat die Seelen vergiftet und uns im Paradeschritt zu Verderb und Blutschuld geführt. Wir haben die Geschwindigkeit entwickelt aber innerlich sind wir stehen geblieben. Wir lassen Maschinen für uns arbeiten und sie denken auch für uns.

Die Klugheit hat uns hochmütig werden lassen, und unser Wissen kalt und hart. Wir sprechen zu viel und fühlen zu wenig. Aber zuerst kommt die Menschlichkeit und dann erst die Maschinen. Vor Klugheit und Wissen kommt Toleranz und Güte. Ohne Menschlichkeit und Nächstenliebe ist unser Dasein nicht lebenswert.“

https://www.mitwelt.org/der-grosse-diktator-charlie-chaplin-rede.html
Der große Diktator: Charlie Chaplins große Rede an die Welt 

 

Wollen wir uns aufmachen 

hoffnungvoll

mehr und mehr Mensch werden

uns erfüllen lassen

von der Geistkraft

die auch unseren Bruder Jesus erfüllte

Gott vertrauend

dem Gesetz der Liebe folgen

dem Leben zugewandt,

klug und bescheiden,

tolerant und gütig.

 

So segne uns Gott 

mit Deinem Wohlwollen,

behüte uns und halte Bedrohung, Gefahr und Schaden von uns ab,

hülle uns in Licht, wenn es um uns dunkel wird, 

sei uns zugeneigt, wenn wir nicht weiter wissen.

 

 

Mögen wir das Neue Jahr im Bewusstsein der Liebe Gottes beginnen 

und als Gesegnete den Segen Gottes in die Welt hineinleben.

 

 

Sigrid Grabmeier

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