Sonntagsbrief zum 4. Sonntag der Osterzeit, 8. Mai 2022

6. Mai 2022 von Sigrid Grabmeier

Geborgen

Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir, und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden bis in Ewigkeit nicht verloren gehen und niemand wird sie aus meiner Hand rauben. Gott hat sie mir gegeben und ist größer als alle, und niemand kann sie aus der Hand Gottes rauben. Ich und Gott sind eins.

Johannes 10, 27-30 Bibel in gerechter Sprache

 

Geborgen

 

Kann es sein, dass unsere Amtskirche da was nicht richtig verstanden hat? Im Taufbundlied wird die Dogmatik ja ziemlich eindrücklich auf den Punkt gebracht:

 

Fest soll mein Taufbund immer stehn,
ich will die Kirche hören!
Sie soll mich allzeit gläubig sehn
und folgsam ihren Lehren!
Dank sei dem Herrn, der mich aus Gnad
in seine Kirch berufen hat,
nie will ich von ihr weichen!

 

Irgendwie habe ich den Eindruck, das sogenannte Lehramt hat sich da selbstherrlich eine Lehre zusammengebastelt und sich damit an eine Stelle gestellt, wo es nicht hingehört.

 

In meiner Kindheit habe ich das Taufbundlied mit Begeisterung gesungen, allerdings in der damaligen Bamberger Fassung:

 

Fest soll mein Taufbund immer stehn,
ich will dem Herrn gehören,
Er soll mich allzeit gläubig sehn,
gehorsam seinen Lehren.
Dank sei dem Herrn der mich aus Gnad
in seine Kirch berufen hat,
nie will ich von ihm weichen.

 

Das ist hängen geblieben und hat mich stark geprägt. Auch wenn ich mich selbst nicht als Schaf sehe, so macht mir die Botschaft, die der Evangelist Johannes Jesus sagen lässt, doch Mut. Den Umweg über das Lehramt der Kirche, das sich erst mit dem ersten Vaticanum in der uns heute bekannten Form herausbildete, müssen wir also nicht in Kauf nehmen. Niemand wird uns aus der Hand Jesu, geschweige denn aus der Hand Gottes rauben. Darin sind wir geborgen.

Sigrid Grabmeier

 

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