Donnerstag der dritten Adventwoche, 18. Dezember 2025
Die Geburt des Messias Jesus geschah so: Seine Mutter Maria war mit Josef verlobt. Ehe sie zusammenlebten, zeigte sich, dass sie von der heiligen Geistkraft schwanger war.
Mt 1,18 Bibel in gerechter Sprache
Schwanger gehen
„Da gehst jetzt schwanger damit und dann telefonieren wir morgen nochmal.“ Den Satz sagt ein Kollege zu mir, nachdem er mich mit einer Bitte überfallen hat. Heißt: Bis morgen soll ich mich entschieden haben. Wenn ich davon rede, mit etwas schwanger zu gehen, dann heißt das, ich soll über was nachdenken und dann zu einer Entscheidung kommen. Ich soll mir dabei nicht unbedingt neun Monate Zeit lassen, aber wie bei einer Schwangerschaft soll was passieren. Es soll in mir arbeiten, wachsen, reifen, wie eben auch bei einer Schwangerschaft. Und am Ende, da soll was rauskommen. Doch so eine Entscheidung zu treffen ist nicht immer leicht, besonders dann nicht, wenn es um Lebensentscheidungen geht. Soll ich oder soll ich nicht? Was ist der richtige Weg für mich? Ja oder Nein? Helfen kann dabei die Unterscheidung der Geister von Ignatius von Loyola, einem ganz bekannten Heiligen. Kurz gesagt ist das eine Methode, in der ich mit Zeit lasse und mich ganz genau mit meiner Entscheidung Zeit lasse und mich auseinandersetze mit dem Pro und Contra und mit meinen Gefühlen dazu. Es ging beim Anruf meines Kollegen nicht um eine Lebensentscheidung, aber ich habe mir trotzdem Zeit gelassen, und in diesem Fall dann „Nein“ gesagt.
Auf ein Wort, Teresa Aigner
Bayerischer Rundfunk Ausstrahlung am 23.11.2025
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